1

Monte Stello, 1307 m

Gehzeit 5.45 h

7

Beliebter Aussichtsgipfel des Cap Corse

Der Monte Stello eröffnet uns eine grandiose Aussicht auf weite Teile Nordkorsikas und des Cap Corse. Der Aufstieg erfolgt auf dem gut markierten Pfad von Pozzo, für den Rückweg bietet sich der Wanderweg nach Silgaggia an.

Ausgangspunkt: Parkplatz 100 m vor dem Dorfplatz von Pozzo, 277 m, freundliches Dorf oberhalb von Erbalunga, an der Ostküste des Cap Corse. Höhenunterschied: 1100 m. Anforderungen: Leichte Wanderung auf gut markiertem Weg, die etwas Kondition erfordert. Einkehr und Unterkunft: In Pozzo und Silgaggia Bar/Restaurant, Hotels und Campingplätze an der Küste. Karte: ign 4347 OT (1:25.000).

Bei der Kirche an der Durchgangsstraße zweigt ein Sträßlein zum Dorfplatz von Pozzo ab (Schild »Monte Stellu«, nach 200 m rechts der Parkplatz). Vom Dorfplatz gehen wir geradeaus den Treppenweg hinauf und folgen der orangen Markierung durch den Ort. Kurz nach den letzten Häusern mündet der Weg in einen querführenden Fahrweg. Diesem folgen wir 3 Minuten nach links, bis rechts über Stufen ein deutlicher Pfad zum Monte Stello abzweigt (Tafel). Er führt gemütlich durch Macchia bergan und verläuft stets hoch oben auf der rechten Talseite. Nach knapp 1¾ Stunden passieren wir eine Quelle und gleich danach die Steinhütte der Bergerie de Teghime. Nach einer weiteren halben Stunde ist die Passhöhe der Bocca di Santa Maria, 1097 m, erreicht. Der orange markierte Weg führt auf der anderen Kammseite wenige Minuten hinab und hält dann in einem Quergang rechts durch den Hang (links Abzweig zur Chapelle St-Jean, kurz darauf nach Olmeta/Nonza). Der Weg führt direkt auf den Gipfel des Monte Stello zu und erklimmt diesen schließlich über den Nordrücken (auf der Geländeterrasse 20 m unter dem Gipfel kommt von links ein gelb-rot markierter Weg von Silgaggia hinzu). Für den Rückweg wählen wir den Weg nach Silgaggia (nur bei guter Sicht!): Der gelb-rot (später auch orange) markierte Weg führt in nordöstlicher, dann östlicher Richtung über den Kamm hinab (Achtung: nach wenigen Minuten nicht links auf den rot markierten Weg abzweigen!). Nach etwa 20 Minuten verflacht sich der Kamm spürbar und wir passieren eine Felskuppe. 50 m danach wendet sich der hier mit Stangen markierte Wanderweg rechts vom Kamm ab, führt 100 Höhenmeter hinab und kehrt links in einem schönen Quergang, vorbei an einer Quelle und über ein Felsplateau, zum Kamm zurück, um dort in einen hier endenden Fahrweg zu münden (925 m; ¾ Std. ab Gipfel). Der Fahrweg (nach 100 m rechts) führt nach einer halben Stunde zwischen zwei Hochspannungsmasten hindurch, kurz danach zweigen wir mit der gelben Markierung rechts auf einen Fahrweg ab, dem wir immer abwärts nach Silgaggia, 300 m, folgen (40 Min.). Von hier auf der Straße zurück nach Pozzo (½ Std./2,3 km; an Straßengabelungen immer rechts).

Monte Stello
Panoramablick vom Gipfel nach Süden zum Étang de Biguglia (links) und zum Golf von St-Florent (rechts).
Plateau
Kurz nach der Quelle überquert der Weg ein aussichtsreiches Felsplateau, das wie geschaffen ist für eine Rast.

2

Sentier des Douaniers – Von Macinaggio nach Barcaggio

Gehzeit 6.40 h

8C7

Beliebte Küstenwanderung zur Nordspitze des Cap Corse

Der Sentier des Douaniers (»Zöllnerweg«) ist einer der bekanntesten Küstenwege Korsikas – er verbindet die Dörfer Macinaggio und Centuri an der Nordspitze des Cap Corse. Da diese Wanderung mit 7 bis 8 Stunden zu Buche schlägt und es keine passende Busverbindung von Centuri nach Macinaggio gibt, beschränken wir uns auf das besonders lohnende, aber auch viel besuchte Teilstück bis Barcaggio, das herrliche Ausblicke auf die Nachbarinseln Capraia und Elba bietet. Von Barcaggio kann man (nach Anmeldung) mit dem Boot nach Macinaggio zurückkehren. Die meisten Wanderer aber machen schon unterwegs an einem der einladenden Strände kehrt.

Ausgangspunkt: Hafen von Macinaggio, an der Nordostspitze des Cap Corse. Höhenunterschied: Insgesamt knapp 650 m. Anforderungen: Leichte Wanderung auf gut markiertem Weg. Einkehr und Unterkunft: Bar-Restaurant in Tamarone, in Macinaggio und Barcaggio Bar-Restaurants und Hotels, Campingplatz in Macinaggio. Variante: Von Barcaggio kann man auf dem Sentier des Douaniers über Tollare (¾ Std., sehr schön!) bis nach Centuri-Port weiterwandern (4¾ Std. ab Barcaggio). Hinweise: Zur Saison verkehrt von Macinaggio nach Barcaggio das Ausflugsboot »U San Paulu«, dann bietet sich eine Hin- (tägl. 11/15.30 Uhr) bzw. Rückfahrt (tägl. 12/16.30 Uhr) mit dem Boot an (Reservierung nötig: Tel. +33 495350709 / +33 614781416, www.sanpaulu.com). Wer eine kürzere Rundtour bevorzugt, kehrt von der Chapelle Santa Maria zurück nach Macinaggio (insgesamt 3 Std.). Karte: ign 4347 OT (1:25.000).

Wir starten die Wanderung am Hafen von Macinaggio bei der Anlegestelle des Ausflugsbootes »U San Paulu«, das zur Saison zwischen Macinaggio und Barcaggio verkehrt (siehe Hinweise). Zunächst folgen wir der Hauptstraße in Richtung Rogliano, an deren Linksknick dann geradeaus auf dem Sträßchen am Hafen entlang. Danach verläuft der Wanderweg direkt über den Sandstrand. An seinem Ende setzt sich ein schöner Fußweg fort, der sich sogleich gabelt – hier rechts hinauf zur Punta di a Coscia (Bootsmast und Kanonen, schöner Blick über die Bucht von Macinaggio) und weiter durch den Hang auf dem gelb markierten Hauptweg zu einer Pistenstraße, die uns zur herrlichen Plage de Tamarone hinabbringt – am Pistenende erwarten zwei Strandlokale die Ausflügler. Der Zöllnerweg setzt sich am Strand entlang fort. Kurz vor dem Strandende zweigt links ein Pfad durchs Innere zur Chapelle Santa Maria ab, wir bleiben aber auf dem schöneren Küstenpfad. Er durchschreitet am Ende der Bucht ein Gatter und erreicht eine Viertelstunde später die Plage des Îles, einen schmalen Sandstrand direkt gegenüber den Finocchiarola-Inseln. Nun ist es nur mehr eine gute Viertelstunde zur Chapelle Santa Maria della Chiappella (zuletzt an Gabelung links). Bei der romanischen Kapelle treffen wir auf einen breiten Weg, dem wir rechts, vorbei am Strand, zum nahen Tour Santa Maria folgen. 5 Minuten nach dem Turm überquert der Wanderweg einen schönen Sandstrand (Cala Genovese), gut 5 Minuten später zweigt rechts der Pfad zur Cala Francese mit einer kleinen Lagune ab (geradeaus am breiten Weg eine Schutzhütte). Etwa 20 Minuten danach passieren wir die eindrucksvollen Felsklippen von Capandula. Anschließend steigt der Küstenweg 100 Höhenmeter steil an, um zu einem Kammrücken hinüberzuführen, von dem wir erstmals Barcaggio und die vorgelagerte Insel Giraglia erblicken. Unser Weg zieht nun rechts über den Kamm oberhalb der Steilküste hinab zum Tour d’Agnello. Bald darauf passieren wir die Cala d’Agnellu (schöne Fels-/Sandbuchten). Nochmals steigt der Weg kurz an zum Capizzolu, dann führt er vorbei an knorrigen Wacholderbäumen hinüber zum herrlichen Dünenstrand von Barcaggio (Plage de Cala). Hier erwartet uns ein gemütliches Strandlokal – weiter am Strand, vorbei an einer Snack-Bar, gelangen wir nach Barcaggio. Der Rückweg ist zunächst identisch. Bei der Chapelle Santa Maria verbleiben wir jedoch auf dem breiten Weg, der direkt durch das Innere zum Tamarone-Strand führt (nach knapp 20 Min. geradeaus durchs Gatter). Auch hinter Tamarone verbleiben wir auf der Piste, die bequem durchs Hinterland, vorbei am Camping »U Stazzu«, nach Macinaggio zurückführt.

Macinaggio
Das Boot verkehrt zur Saison von Macinaggio nach Barcaggio, dann bietet sich eine Hin- (tägl. 11/15.30 Uhr) bzw. Rückfahrt (tägl. 12/16.30 Uhr) mit dem Boot an (Reservierung nötig: Tel. +33 495350709 / +33 614781416, www.sanpaulu.com)
Tamarone
An der herrlichen Plage de Tamarone erwarten zwei Strandlokale die Ausflügler.
Tour Santa Maria
5 Minuten nach dem Turm überquert der Wanderweg einen schönen Sandstrand.
Tour d’Agnello
Wachtposten an der Nordspitze Korsikas – der Tour d’Agnello.
Plage de Cala
Der herrliche Strand weist an seinem Ostende richtige Dünen aus.

3

Von St-Florent zur Punta Mortella

Gehzeit 3.40 h

7

Küstenwanderung zu unberührten Sandbuchten im Désert des Agriates

Auf dieser Strandwanderung locken zahlreiche einsame Sandbuchten, die nur über den gut ausgetretenen Wanderpfad oder mit dem Boot zu erreichen sind. Die schönste davon ist zweifelsohne der Loto-Strand, der zur Saison auch von Ausflugsbooten angesteuert wird (siehe Variante).

Ausgangspunkt: Parkplatz oberhalb des Fornali-Strands, Zufahrt von St-Florent: Vom Ortszentrum auf der Hauptstraße nach Süden, am Kreisel nach 1 km rechts über die Aliso-Brücke und gleich danach halb rechts auf der Küstenstraße (Route de la Roya) knapp 4 km bis zum Parkplatz etwas oberhalb des Strandes (1,5 km Schotterpiste). Höhenunterschied: Insgesamt 100 m. Anforderungen: Gemütliche Wanderung auf deutlichen Wegen. Einkehr und Unterkunft: Nur beim Loto-Strand und in St-Florent. Varianten: Zur Saison (Mai–Sept.) verkehren zwischen St-Florent und Loto-Strand Ausflugsboote – dann bietet sich eine Weiterwanderung zum Loto-Strand (knapp 1 Std. ab Punta Mortella) und Rückfahrt mit dem Boot an – oder man startet die Tour am Loto-Strand (frühzeitig, am besten schon am Vorabend, Ticket besorgen!). Vom Loto-Strand kann man auch noch zum großartigen Saleccia-Strand weiterwandern (¾ Std. auf Piste durchs Innere, 1¼ Std. auf Küstenpfad). Karte: ign 4348 OT (1:25.000).

Oberhalb dem Fornali-Strand verlassen wir die Pistenstraße auf dem zweiten, rechts abzweigenden Schotterweg (Tafel »Chemin du Littoral«; Parkmöglichkeit), der vor der Bucht in einen Pfad übergeht, der links am Meer entlang führt. Nach wenigen Minuten durchschreiten wir ein Gatter. Der Wanderweg führt nun für eine gute Viertelstunde durch Privatgrund (Küstenpfad nicht verlassen!), danach durch ein weiteres Gatter. Kurz danach rechts auf dem Küstenpfad weiter zum kleinen, paradiesischen Dünenstrand an der Buggiu-Mündung (1 Std.). Es ist der wohl schönste Strand auf diesem Weg. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten – also weiter auf dem Pfad: Nach 20 Minuten erreichen wir die weite Sandbucht an der Santu-Mündung, unterwegs einige hübsche Sandstreifen. Sie können auch zum Leuchtturm an der Punta Mortella (gut ½ Std.) weiterwandern (sollte das Wasser an der Santu-Mündung sehr tief sein, so muss man am Flussufer entlang ein gutes Stück landeinwärts marschieren, bis man an einer Verengung durch eine Furt ans andere Ufer wechseln kann).

St-Florent
Zur Saison (Mai–Sept.) verkehren zwischen St-Florent und Loto-Strand Ausflugsboote.
Buggiu
An der Buggiu-Mündung erwartet uns eine hübsche Sandbucht.
Loto
Auch ein Erholungsort für Kühe.
Loto
Landemanöver am paradiesischen Loto-Strand. – Mittlerweile wurde am Strandende ein Landesteg angelegt, so dass man trockenen Fußes an Land kommt.

4

Monte Sant’Angelu, 1218 m

Gehzeit 3.10 h

7

Wildromantischer Aussichtsgipfel über der Ostküste

Der Monte Sant’Angelu ist – ähnlich wie sein berühmterer Nachbar, der Monte San Petrone (Tour 5) – ein grandioser Aussichtsberg. Bei guter Sicht reicht der Blick vom Cap Corse über Bastia, die Ostküste und die Casinca-Dörfer bis hin zu den höchsten Bergen im Norden der Insel. Er kann von zwei Seiten aus bestiegen werden – von Loreto oder von Silvareccio. Wir geben dem Wanderweg von Silvareccio den Vorzug – er ist von der Orientierung her unproblematischer und präsentiert den mächtigen Felsgipfel von seiner schönsten Seite.

Ausgangspunkt: Bar in Silvareccio, 661 m, typisches Casinca-Dorf (Zufahrt über Venzolasca – Loreto oder Castellare – Penta). Höhenunterschied: Knapp 600 m. Anforderungen: Leicht, aber teilweise etwas unübersichtlicher Pfad. Einkehr und Unterkunft: In Silvareccio Bar, Hotels und Campingplätze an der Küste. Karte: ign 4349 OT (1:25.000).

50 m vor der Bar in Silvareccio zweigt rechts der rot/orange markierte Wanderweg ab (Tafel »San Anghjulu«). Er führt nach 10 m rechts zwischen Steinmauern hinauf und wendet sich nach einem Gatter nach links. Wenige Minuten später knickt der Wanderweg nach rechts (immer gut auf orange Markierung achten, teilweise auch Pfeile) und steigt weiter links durch den Laubwald an. Nach einer guten Viertelstunde mündet vor dem Acqua-Freddola-Bach von links ein Weg ein. Der Weg steigt nun entlang dem Bach an und gabelt sich nach 5 Minuten – hier rechts weiter hinauf (nicht links über den Bach) durch schönen, farnbestandenen Kastanienwald. Am oberen Rand des Waldes wendet sich unser Wanderweg nach links (rechts zweigt ein Weg ab) und erreicht gleich darauf einen weiten Sattel, 944 m (Kreuz), mit herrlichem Blick auf die breite Gipfelwand des Monte Sant’ Angelu. Der Wanderweg führt nun rechts leicht ansteigend auf die Gipfelwand zu und verläuft dann links unterhalb der Wand in einem anhaltenden Quergang durch Wald (nach 5 Min. nicht scharf rechts abbiegen). Nach gut 10 Minuten wendet sich der Weg rechts an einem Taleinschnitt aufwärts, um nach weiteren 10 Minuten einen Sattel, 1035 m, neben einer Schutzhütte zu erreichen (daneben mündet ein Weg von Loreto ein). Hier rechts (und nach 10 m links) weiter bergan auf dem schönen, orange/gelb/rot markierten Weg, der an einem Zaun entlang über den Rücken zum Gipfelaufschwung des Monte Sant’ Angelu führt (10 Min.). Nach einem kurzen Felsanstieg erreichen wir über den bewaldeten Höhenrücken das kleine Gipfelplateau (20 Min.).

Steineichenwald
Kurz vor dem Gipfel führt der Weg durch einen märchenhaften Steineichenwald.
Monte Sant’Angelu
Bei guter Sicht reicht der Blick vom Cap Corse über Bastia, die Ostküste und die Casinca-Dörfer bis hin zu den höchsten Bergen im Norden der Insel.

5

Monte San Petrone, 1767 m

Gehzeit 4.45 h

7

Herrlicher Aussichtsberg in der grünen Wellenlandschaft der Castagniccia

Dieser schönste und höchste Gipfel der Castagniccia eröffnet uns einen grandiosen Rundblick auf die korsischen Alpen und die grüne Wellenlandschaft des »Kastanienwäldchens« – der Blick reicht vom Cinto über den Rotondo bis hin zur Ostküste und zum Cap Corse. Der günstigste Aufstieg zum Monte San Petrone erfolgt vom Col de Prato. Landschaftlich eindrucksvoller hingegen ist der Wanderweg von Campodonico.

Talorte: Morosaglia, La Porta und Piedicroce in der oberen Castagniccia. Ausgangspunkt: Col de Prato, 985 m, Passhöhe an der D 71 zwischen Piedicroce / La Porta und Morosaglia. Höhenunterschied: 800 m. Anforderungen: Leichte Bergwanderung auf gut markierten Wegen, am letzten Stück leichte Kletterei. Einkehr und Unterkunft: Snack-Bar am Ausgangspunkt, in den Talorten Restaurants und Hotels. Variante: Aufstieg von Campodonico (4¾ Std.): Vom Parkplatz 100 m vor dem Dorf folgt man der Straße in den Ort und biegt vor der Kirche rechts ab auf den orange markierten Wanderweg. Der alte, häufig steingepflasterte Weg verläuft immer geradeaus durch den Hang (nach wenigen Minuten zweigt rechts bergan ein Wanderweg nach Campana ab) und tritt schon bald in Schatten spendenden Wald ein. Nach 20 Min. gabelt sich der Weg – hier geradeaus, nun deutlich schmäler. Gut ½ Std. später passiert man ein kleines Wiesenplateau (Rast!). Kurz danach verflacht sich der Weg und gabelt sich vor dem Bach – hier rechts am Bach entlang und bei einer Bergerie (unter herrlich-knorrigen Buchen) auf die andere Bachseite und rechts vorbei an der verfallenen Bergerie (Quelle) weiter am linken Rand der Wiesenmulde bergan (den folgenden Weg gut einprägen für den Rückweg!). Bevor sich der Weg sanft absenkt (Bocca di San Pietro) biegt man rechts ab auf den Weg, der über den breiten Kamm ansteigt zu einerm Buchenwäldchen – vor diesem rechts weiter durch eine wildromantische Felsszenerie bergan, vorbei an einer Bergerie (Quelle). Der Weg verbleibt weiter abseits des Buchenwaldes und kreuzt diesen erst einige Minuten später, um zum nächsten Kammrücken mit dem Wanderweg vom Col de Prato hinüberzuführen. Auf diesem rechts weiter zum Monte San Petrone (s.u.). Karten: ign 4349 OT, 4351 OT (1:25.000).

Der ausgeschilderte, orange markierte Wanderweg beginnt zwischen den Häusern auf der Passhöhe. Er folgt einer gemütlich ansteigenden Forststraße, der wir immer geradeaus in südlicher Richtung folgen. Nach einer Viertelstunde tritt die Forststraße in lichten Kiefernwald ein (hier an der Kreuzung geradeaus/halb links weiter bergan), bald darauf werden die Kiefern von einem prächtigen Buchenwald abgelöst. Nach einer guten Dreiviertelstunde erreichen wir eine schwach ausgeprägte Kuppe, 1207 m, auf der wir links auf den orange markierten Pfad abbiegen (Hunde anleinen). Der überwiegend gemütliche Anstieg führt uns zunächst durch Kiefern-, bald jedoch wieder durch Buchenwald. Nach einer halben Stunde führt der Weg direkt oberhalb einer Quelle vorbei, eine knappe Viertelstunde später oberhalb von einem felsigen Aussichtsplatz. Eine Viertelstunde danach erreichen wir eine sonnendurchflutete Lichtung auf der Kammhöhe, 1510 m – ein angenehmer Kontrast zu unserem bisherigen »Schattendasein« in den Buchenwäldern. Geradeaus (rechts) zweigt ein Weg nach Campodonico ab (siehe Variante), wir aber verbleiben links (in nördlicher Richtung) auf dem orange markierten Weg. Er wendet sich bald wieder links dem Buchenwald zu. Nach einem Flachstück wird er zusehends steiler und führt schließlich rechts haltend zum Gipfel hinauf. Der höchste Punkt des Monte San Petrone ist nur in einfacher Kletterei erreichbar. Etwas abseits des Gipfels finden wir ein schmiedeeisernes Kreuz mit einer eingemauerten Skulptur des San Petru.

Monte San Petrone
Der Monte San Petrone, gesehen von der Straße Piedicroce – Col de Prato. Der Gipfelblock ragt wie ein Schildkrötenkopf aus einem Felsenpanzer.
Monte San Petrone
Am Gipfel des Monte San Petrone – im Tagesverlauf hüllt er sich häufig in Wolken.

6

Belvédère de Cervione, 632 m

Gehzeit 3.00 h

C7

Aussichtskanzel über den endlosen Sandstränden der Ostküste

Der Belvédère de Cervione ist eine leicht erreichbare Aussichtskanzel über der Ostküste, die einen uneingeschränkten Tiefblick auf die Strandlandschaft zwischen den Lagunenseen von Biguglia und Diane freigibt. Besonders eindrucksvoll ist die Stimmung gegen Abend, wenn die Sonne aus dem Rücken in das tiefblaue Meer einfällt und der Horizont im Dunst versinkt.

Ausgangspunkt: Hauptstraße in Cervione, 320 m, Hauptort der Castagniccia. Höhenunterschied: Gut 450 m. Anforderungen: Leichte Tour, Belvédère de Cervione – Chapelle a Madonna teilweise pfadlos. Einkehr und Unterkunft: Restaurant a Scupiccia bei der Kapelle (geöffnet 20.6.–25.8.). In Cervione Bars, Restaurants und Hotels. Variante: Rundtour über Santa-Maria-Poggio (insg. 5 Std.): 200 m nach der Kapelle zweigt von der Piste rechts ein Pfad ab (Tafel »Castellu«, orange markiert). Er erreicht nach 50 Min. einen weiten, farn- und ginsterüberwucherten Sattel, 1003 m, zwischen dem wuchtigen Castellu (links) und dem ebenfalls etwas felsigen Monte Negrine (rechts). Hier geradeaus (nun Mare a Mare) und an der Gabelung 5 Min. später rechts in Richtung Funtana di Felicio (Tafel, der Mare a Mare wendet sich nach links). Der orange markierte Weg überschreitet nach ¼ Std. den Kamm und gabelt sich 5 Min. danach (Col de Felicione). Hier geradeaus (rechts) in Richtung Santa-Maria-Poggio (Tafel). Der Weg führt nach 5 Min. rechts an einer Steinhütte vorbei, 15 Min. später hält er sich an einem Sattel vor einem kleinen Felsgipfel rechts, knapp ½ Std. später passiert er einen kleinen Aussichtsplatz mit Blick auf Poggio und kurz darauf einen mächtigen Felsblock (hier rechts). 20 Min. danach verbleibt man oberhalb des Ortes auf dem Wanderweg in Richtung Cervione (Tafel), der in stetem Auf und Ab durch schattigen Korkeichenwald nach Cervione zurückführt (nach ½ Std. geradeaus auf Straße zur Hauptstraße). Karte: ign 4351 OT (1:25.000).

Wir parken in Cervione auf der Hauptstraße, die bereits einen schönen Blick auf die Küste eröffnet. Am Ende der Promenade, Richtung Piedicroce, zweigt vor einer Linkskurve (Ortsende) scharf rechts ein steileres Sträßchen (Traversa François Giacobbi) ab, von dem wir auf das erste links abzweigende Sträßchen abbiegen, die »Strada MSG T. Struzzieri« zur Eglise Scupiccia (orange markiert). Nach einer halben Stunde, gut 5 Minuten nach einem Oratorium, erreichen wir in einer scharfen Rechtskurve die Abzweigung eines deutlich markierten Pfades. Er führt, sogleich an der Gabelung links haltend, durch den schattigen Urwald hinauf zur lichten Kammhöhe (¼ Std.). Von dort ist es nur mehr ein Katzensprung links hinüber zur kleinen, von einem Geländer umgebenen Aussichtskanzel mit Kreuz. Für den Weiterweg zur Chapelle a Madonna gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man geht zurück zur Piste und steigt über diese weiter an zur Kapelle (knapp ¾ Std., bequemer). Oder man wandert auf dem Pfad direkt über den Kamm weiter bergan (etwas verwachsen und leichte Kraxelei; rot markiert, gut auf Markierung achten!) und erreicht so – zuletzt vorbei am Abflugplatz der Gleitschirmflieger – nach einer Dreiviertelstunde den höchsten Punkt im Kammverlauf, 801 m (nördlich der etwas höhere Pointe de Nevera, 815 m). Kurz danach halten wir uns an der Gabelung halb links und steigen, nach einigen Minuten entlang einem Zaun, dann links auf der Piste, hinab zur Chapelle a Madonna, 750 m (20 Min.; Einkehr im Restaurant a Scupiccia). Von der Kapelle kann man bequem auf der Piste nach Cervione zurückkehren (1 Std.). Wir aber folgen der Piste noch 200 m bis zu einem Sattel (Abzweig siehe Variante). Hier biegen wir rechts auf einen breiten, abwärtsführenden Weg ab. Er verschmälert sich schon bald und führt auf der linken Talseite hinab. Nach einer halben Stunde (ab Kapelle) mündet der Pfad in die Piste, die uns zurückbringt nach Cervione.

Belvédère de Cervione
Die Aussichtskanzel mit Kreuz eröffnet einen uneingeschränkten Tiefblick auf die Strandlandschaft zwischen den Lagunenseen von Biguglia und Diane.
Chapelle a Madonna
Blick vom Wanderweg auf Cervione.

7

Punta Liatoghju, 223 m, und Plage d’Ostriconi

Gehzeit 2.40 h

7

Ein kleiner Felsgipfel und zwei großartige Dünenstrände

Diese kleine Rundtour entführt den Wanderer auf schönen, bequemen Wegen in die zwar karge, aber dennoch sehr reizvolle Wüstenlandschaft der Agriaten, inklusive Gipfelglück und herrliche Badestrände.

Ausgangspunkt: Restaurant l’Agriate Café an der Hauptstraße Ponte Leccia – Ile-Rousse (N 1197), 500 m östlich vom Camping Village d’Ostriconi. Höhenunterschied: 400 m. Anforderungen: Bis auf den felsigen Gipfelaufstieg leicht. Nicht bei Hitze! Einkehr und Unterkunft: Restaurant am Ausgangspunkt, Camping Village de l’Ostriconi an der Ostriconi-Mündung. Variante: Große Rundtour (insgesamt 3½ Std.): Am Abzweig des Wanderweges zur Punta Liatoghju (s.u.) weiter auf der Piste, die nach insgesamt 1 Std. die Bocca di Mercuriu erreicht. Hier kreuzt eine breite Steinmauer die Piste – durch die Mauerlücke 20 m links zweigt ein Pfad ab, der nach 25 Min. ein Bachbett kreuzt (danach rechts an der Bergeriemauer vorbei, anschließend abermals rechts, Tafel). 20 Min. später mündet der Pfad an der Bocca Affacatoghju in den Küstenweg (Tafel), dem man nach links folgt. Er überschreitet nach 10 Min. einen Sattel und geht kurz darauf nach einem Mauerdurchlass in einen Pfad über. 5 Min. später ignoriert man einen rechts abzweigenden Pfad, durchquert eine ehemalige Hirtensiedlung und kreuzt ein Bachbett. 20 Min. danach ist der Vana-Strand erreicht (s.u.). Karte: ign 4249 OT (1:25.000).

Vom Parkplatz beim Restaurant folgen wir der Hauptstraße einige Schritte in Richtung Ostriconi und biegen rechts ab auf den hohlwegartigen Fahrweg (Agriate-Wandertafel, Parkmöglichkeit unter Eukalyptusbäumen). Er quert nach einigen Minuten den Vadellare-Bach, in der darauffolgenden Kurve ignorieren wir einen links zum Ostriconi-Strand abzweigenden Pfad. Gleich danach passieren wir ein Steinhaus. Wenige Minuten später kommen wir an einem in den Fels hineingebauten Haus vorbei – hier zweigen wir halb links auf den Wanderweg zur Punta Liatoghju ab (Pfosten; geradeaus siehe Variante). Der Pfad verläuft zunächst parallel zur Piste und gelangt nach 20 Minuten in eine Talmulde, um durch eine breite Rinne mit Schatten spendenden Bäumen zu einem Sattel (170 m) neben der Cima a Forca anzusteigen (links zweigt ein abgeriegelter Pfad zum Gipfel ab, ¼ Std. hin/zurück). Der Wanderweg führt geradeaus auf der anderen Seite hinab, nach einigen Minuten vorbei an zwei Steinhäusern und einem alten Dreschplatz. Kurz darauf gabelt sich der Weg: Links zweigt ein Pfad in Richtung Gradu ab (unser späterer Weiterweg), geradeaus geht es weiter zur Punta Liatoghju. Der Pfad führt schon bald durch eine schattige Rinne hinauf zum Felsgrat und über diesen (nun etwas anspruchsvoller) hinauf zum Gipfel der Punta Liatoghju, 223 m. Er legt uns die Peraiola-Bucht mit dem Ostriconi-Strand zu Füßen, herrlich ist auch der Blick zum Monte Padru und zum Monte Astu. Der Weiterweg über den Grat in Richtung Küste ist leider offiziell untersagt, darum gehen wir zurück zur letzten Wegverzweigung und wenden uns hier rechts dem Weg in Richtung Gradu zu. Er berührt nach 10 Minuten kurz das Bachbett und mündet 10 Minuten später an einer Schranke in den Strandweg ein: Links geht es zurück zum Fahrweg und zum Ausgangspunkt (knapp ½ Std.), rechts erreicht man nach gut 10 Minuten das Nordende des etwa 750 m langen Ostriconi-Strandes. Folgt man von dort dem Küstenweg (Sentier littoral), so gelangt man nach 20 Minuten zum nicht minder schönen Vana-Strand.

Plage d’Ostriconi
Paradeblick auf einen der schönsten Strände Korsikas.
Vana
Der nicht minder schöne Vana-Strand.

8

Monte Astu, 1535 m

Gehzeit 6.00 h

7

Ein Leckerbissen für die Genießer!

Der Wanderweg auf den Monte Astu darf ohne Übertreibung als einer der schönsten Korsikas bezeichnet werden. Der alte Weg, der im bezaubernden Dorf Lama seinen Ausgang nimmt, führt äußerst aussichtsreich, gesäumt von weiß und lila blühenden Zistrosen, hinauf zum großartig gelegenen Refuge du Prunincu. Der weitere Aufstieg zum Gipfel ist nicht mehr ganz so genussvoll, wird dafür aber mit einem großartigen Ausblick belohnt.

Ausgangspunkt: Kirche in Lama, 502 m, hübsches, aussichtsreich gelegenes Dorf oberhalb der Hauptstraße Ponte Leccia – Ile-Rousse (N 1197). Höhenunterschied: Knapp 1100 m. Anforderungen: Bis zum Refuge leicht, danach teilweise stärker verwachsen und anspruchsvoller, vor allem bei schlechter Sicht. Kaum Schatten, daher früher Aufbruch empfohlen (bei Hitze meiden!). Einkehr und Unterkunft: Bars, Restaurants und Gîtes in Lama, Camping Village de l’Ostriconi an der Ostriconi-Mündung. Wichtiger Hinweis: Wegen der Gefahr von Hautverbrennungen an den Fenchel ähnlichen Pflanzen am Weg (Peucedanum paniculatum) werden dringend lange Hosen empfohlen (Info in der Tourist Info). Karte: ign 4348 OT (1:25.000).

Von der Kirche in Lama gehen wir auf der Straße weiter und biegen nach 100 m rechts auf den Treppenweg ab, dem wir immer durch das Dorf bergan folgen. Nach einigen Minuten treffen wir am oberen Ortsrand auf eine Straße, der wir 20 m nach links folgen, um rechts auf den Wanderweg zum Monte Astu abzubiegen (Tafel, gelb markiert). Er passiert nach wenigen Minuten eine Zisterne und steigt mit schönem Blick auf Lama sowie zu Monte Padru und Cinto über den Rücken an (nach ¼ Std. an Gabelung auf Rücken rechts). Nach einer guten halben Stunde passieren wir eine kleine Quelle, gleich danach rechts des Weges ein Aussichtsplateau. Gut 20 Minuten später erreichen wir eine Anhöhe (910 m, schöner Rastplatz) – nun reicht der Blick schon bis zum Rotondo. Der Weg verläuft in der Folge gemütlich rechts haltend durch den Hang des Pinzalone und führt nach 20 Minuten zwischen vier Kastanienbäumen hindurch (gleich danach an der Gabelung geradeaus; unterhalb eine Bergerie). 10 Minuten später gelangen wir auf einen wildromantischen, aussichtsreichen Gratrücken, über den der Weg weiter ansteigt zum malerisch neben einer Felsengruppe gelegenen Refuge du Prunincu, 1048 m (10 Min.; einfache Schutzhütte, offen). Viele Wanderer machen hier kehrt. Wir aber steigen weiter über den Rücken an, bald etwas links haltend, und erreichen nach einer halben Stunde die Bocca Tiobuli, 1238 m, auf dem Hauptkamm. Über diesen wandern wir rechts bergan. Nach wenigen Minuten kommen wir an einer kleinen Steinhütte vorbei und steigen weiter am Kamm hinauf zu einer farnüberwucherten Rinne (Achtung: hier nicht geradeaus weiter zu einem weiteren Steinhaus in einer Felsmulde, sondern rechts auf den mit Steinmännchen markierten Pfad abzweigen!), die links neben dem felsigen Grat steil hinaufzieht zu einem kleinen Wiesenplateau auf der Rückseite eines Felssporns (½ Std.). Der Pfad wendet sich hier der rechten Kammseite zu, nun mit Blick zum Monte Astu, und verläuft immer durch den Hang bis zum flachen Sattel vor dem Gipfelaufbau (20 Min.). Von dort auf gut markiertem Weg über den felsigen Grat hinauf zum Gipfelkreuz (¼ Std.; zuletzt leichte Kraxelei). Der Rundblick ist fantastisch, er reicht von Ile-Rousse über die Agriaten, St-Florent, das Cap Corse und den Monte San Petrone bis zu den Zweitausendern.

Quelle
Tiefblick auf Lama.
Refuge du Prunincu
Die malerisch neben einer Felsengruppe gelegene Schutzhütte ist für viele Wanderer der Umkehrpunkt – der weitere Aufstieg zum Gipfel ist nicht mehr ganz so genussvoll.
Vorsicht!
Am Gipfelaufstieg kann man kaum den Kontakt mit den Fenchel ähnlichen Pflanzen (Peucedanum paniculatum) vermeiden – Achtung: Gefahr von Hautverbrennungen!

9

Lumio / Algajola – Monte Sant’Angelo – Algajola

Gehzeit 7.20 h

8C

Auf Wanderwegen durch die Dörfer der Balagne

Die Balagne ist eine der ältesten und fruchtbarsten Kulturlandschaften Korsikas. Unser Wanderweg durch diese gesegnete Landschaft berührt zahlreiche Kirchen und Klöster sowie einige hübsche und aussichtsreiche Dörfer, die sich trotz des Trubels an der nahen Küste noch weitgehend ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben. Ein ganz besonderes Zuckerl ist die Anfahrtsmöglichkeit mit den Bummelzügen der »Tramways de Balagne«, die die Küstenorte Calvi, Lumio, Algajola und Ile-Rousse miteinander verbinden.

Ausgangspunkt: Lumio, 185 m, Dorf in herrlicher Aussichtslage, zwischen Calvi und Algajola. Bahnstation Ondari-Arinella der »Tramways de Balagne« 40 Gehminuten unterhalb des Ortes (täglich mehrere Züge). Endpunkt:Höhenunterschied:Anforderungen:Einkehr:Varianten:Karten: